Am 20. August 1999 wurde durch den Erzbischof von Maputo (Mosambik) in Manhiça, ca. 78 km nördlich der Hauptstadt, ein Haus für Waisenmädchen gegründet.
Das Haus steht unter der Leitung von Ordensschwestern der „Congregação das Irmãs Franciscanas de Nossa Senhora Mãe de África„ (Franziskanische Schwestern Maria Mutter von Afrika). Die verant-wortliche Leiterin ist Schwester Carolina, Generaloberin des Ordens.
Gegenwärtig leben 60 Mädchen im Alter von 5 bis 18 Jahren zusammen mit Schwester Irmã Julieta Bila und Schwester Rosa in Manhiça. Einige der Mädchen haben ihre Eltern durch AIDS (einige von ihnen sind selbst HIV-positiv) oder andere Krankheiten verloren haben. Andere sind von ihren z. T. alkohol- und drogenabhängigen Eltern ausgesetzt worden.
Die Schwestern sind selbst Mosambikanerinnen und können die Mädchen daher in ihrer eigenen Kultur und Tradition erziehen!
Mädchen unterschiedlichen Alters haben einen gemeinsamen Schlafraum. Sie sind eine „Familie“, in der sie entsprechend ihrem Alter Verantwortung füreinander wahrnehmen.
Allen Mädchen wird der Schulbesuch ermöglicht, was in dieser ländlichen Region Mosambiks keine Selbstverständlichkeit ist. Zu dem Projekt gehört eine kleine Landwirtschaft mit Feldbau und Geflügelzucht in Eigenverantwortung zweier Mädchen.
Alle notwendigen Arbeiten, einschließlich Kochen und Wäsche waschen, werden ohne Hilfskräfte erledigt. Das ist zwar nicht einfach für die Mädchen, bedeutet aber, genau das Erlernen von Geflügelzucht und -verkauf, eine gute Vorbereitung auf das spätere Leben in einer eigenen Familie.
haben wir in mehreren Kleinprojekten die Kinder in diesem Heim unterstützt.

Unsere Projekte mit dem Waisenhaus sind im Jahr 2011:
1. Sicherung der Wasserversorgung im Neubau
Dazu müssen ein Wassertank und eine elektrische Pumpe angeschafft und in Funktion gebracht werden. Die Kosten dafür sind 1 360 Euro. Herzlichen Dank an alle Spender!
Die Wasserversorgung funktioniert! Am 25. April hat Schwester Carolina dieses Photo geschickt.
2. Bau einer Mauer um vor Einbrüchen zu schützen
Leider ist die Situation in Mosambik so, dass der Schutz des Hauses durch eine Mauer nötig ist. Die Capricorn Foundation hat die Kosten von 2.000 Euro für den Bau übernommen.
3. Verstärkung der Mauer um das Haupthaus mit Stacheldraht
Im letzten Jahr gab es trotz Mauer Einbrüche im Waisenhaus. Daher haben wir uns für die Verstärkung des Schutzes durch das Anbringen von Stacheldraht auf der Mauer entschieden. Das wird ca. 1.600 Euro kosten.
Dafür bitten wir um Ihre Spenden.
Studienbeihilfe
Seit 2008 unterstützen wir das Studium von Schwester Nelta Mabote (Medizin) und Bento Muxlhanga (Geologie) an der staatlichen Universität „Eduardo Mandlane“ monatlich mit je 50 Euro.
Mit Bestürzung haben wir erfahren, dass die Gebühr pro Studienfach um den Faktor 4 und die Semestergebühr um den Faktor 8 gestiegen sind.
Deshalb haben werden wir nun ab diesem Studienjahr jedem 800 Euro pro Jahr geben.
Wir bedanken uns bei allen, die diese Hilfe für alleinstehende Kinder in Mosambik möglich gemacht haben.
Das Projekt wurde möglich durch großzügige Unterstützungen durch die Capricorn Foundation und die Deutsche Botschaft in Mosambik sowie eine Reihe von Veranstaltungen in Jena:
Spendenaktionen 2011:
Spendenaktionen 2010:
Spendenaktionen 2009 von Studenten der FSU Jena:
Das Waisenhaus in Manhiça ist eine der wichtigen Hilfseinrichtungen in der Provinz Maputo. Hier gibt es erfahrene mosambikanische Mitarbeiterinnen, die in der lokalen Kultur und Tradition verwurzelt sind und die Kinder auf dieser Grundlage erziehen.
Leider wächst die Zahl der Waisenkinder in Mosambik ständig, so daß auch diese Betreuungseinrichtung ihre Räumlichkeiten erweitern muß. Um 10 weitere Mädchen aufnehmen zu können, möchte die Leitung des Waisenhauses auf dem eigenen Grundstück ein einstöckiges Gebäude errichten. Ähnlich wie die bisherigen Gebäude wird es aus einem Schlafraum mit zugehöriger Küche und Sanitäreinrichtung bestehen. Ein Grundstück, das der Kirche gehört und an das Waisenheim grenzt, ist vorhanden. Um die Sicherheit der Kinder zu gewährleisten, muß es wie das gesamte Heim mit einer Mauer umgeben werden.
Wir freuen uns sehr, von einer inzwischen erfolgreichen Umsetzung dieser Projektphase berichten zu können. Fotos, die von den Bauphasen berichten, finden Sie hier.