Die Ukraine ist ein Staat in Osteuropa. Sie grenzt an Russland im Nordosten, Weißrussland im Norden, Polen, Slowakei und Ungarn im Westen, Rumänien und Moldawien im Südwesten, im Süden an das Schwarze Meer und Asowsche Meer. Die Hauptstadt ist Kiew. Die Ukraine ist nach Russland das flächenmäßig zweitgrößte Land Europas. Seit dem Zerfall der Sowjetunion im Jahr 1991 ist die Ukraine unabhängig. Ein baldiger EU-Beitritt wird angestrebt, ist jedoch, bis auf ein abgeschlossenes Assoziierungsabkommen mit der EU, in weite Ferne gerückt. Die Ukraine zählt zu den ärmsten Ländern Europas. Die Löhne sind so gering (mtl. 100 Euro in kleinen Städten), dass ohne eine Familie auf dem Land oder einen eigenen Garten das Überleben schwer ist. Durch die anhaltende Inflation und die häufigen Preiserhöhungen bei Strom, Gas, Wasser und Telefon wird die Lebenssituation für viele Menschen zunehmend komplizierter. Am Härtesten trifft es die Rentner (durchschnittlich 60 Euro).
Die medizinische Versorgung ist in der Ukraine, außerhalb der Metropolen, mangelhaft. Die Lebenserwartung (Männer 63 Jahre, Frauen 74) ist deutlich geringer als in Westeuropa und den restlichen mitteleuropäischen Staaten. Dies ist insbesondere auf die Wirtschaftskrise der 90er Jahre zurückzuführen, von der sich das Land immer noch nicht in vollem Maße erholt hat. Modernisierte Krankenhäuser mit entsprechender Ausstattung gibt es nur selten. Da es kein ausgeprägtes Versicherungswesen gibt, müssen Ärzte, Krankenhaus und Operationen selbst bezahlt werden. Viele können sich dies nicht leisten. Eine besonders große Gefahr stellt das HI-Virus dar. 1,5 % der Bevölkerung sind bereits mit dem tödlichen Virus infiziert. Die Ukraine ist somit das am stärksten betroffene Land in Europa.