“Wenn alles herzlich und überschwenglich ist (…) und das Leben jede Strasse erobert, aufrecht in den Ruinen, schön im öden Land.” – Julio Cortázar
Nicaragua, ein Land im Herzen Mittelamerika, geprägt von Armut und Herzlichkeit. In den folgenden Zeilen möchte ich die ersten sechs Monate meines Freiwilligendienstes reflektieren. Mein Abenteuer Nicaragua begann bereits lange vor meiner eigentlichen Abreise. Im November 2007 bewarb ich mich im Eine-Welt-Haus Jena e.V. und erhielt meine Zusage nach einem Vorstellungsgespräch im Januar
Vor beinahe zwei Jahren kam mir zum ersten Mal die Idee, mich direkt nach dem Abitur für einen mehrmonatigem Auslandsaufenthalt in einem entfernten Land zu bewerben, um so eine fremde Kultur und Lebenweise kennenlernen zu können. Der Austausch mit der Bevölkerung meines Heimatortes San Marcos war mir hierbei besonders wichtig, da es mich interessierte, wie Menschen in anderen Ländern leben, aufwachsen und arbeiten und welche Möglichkeiten sie haben, ihr Leben und ihren Alltag zu gestalten.
Seit dem 24. Juli 2008 leiste ich einen Freiwilligendienst mit "weltwärts" in San Marcos/Nicaragua, an Stelle eines Zivildienstes in Deutschland, ab. San Marcos befindet sich in Nikaragua und ist eine kleine Partnerstadt von Jena. Durch den Eine-Welt-Haus Jena e.V. bin ich hierher gekommen, arbeite für 11 Monate in einem Patenschaftsprojekt und gebe Blockflötenunterricht. Es geht mir in dem relativ kleinen Ort sehr gut, die Leute sind sehr freundlich, tolerant und akzeptieren mich mit ausgesprochener Neugierde...(pdf-Datei)
Mein Name ist Erik Wallstabe, ich bin 23 Jahre alt und studiere Medizin an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena. Seit einem halben Jahr lebe ich nun allerdings in San Marcos und arbeite in einem Gesundheitsposten in Dulce Nombre in der Nähe meines Wohnorts. Um hier sein zu können, habe ich mein Studium für ein Jahr unterbrochen und es bisher noch keinen Tag bereut... (pdf-Datei)