Im äußersten Nordwesten Rumäniens, im Bezirk Maramures nahe der Grenze zur Ukraine, leben etwa 100.000 Ruthenen. Diese ukrainischsprachige Minderheit lebt vornehmlich in abgeschiedenen Tälern, die immer noch schwer zu erreichen sind. Die dort überwiegend anzutreffenden ärmlichen Lebensbedingungen sind aufgrund der isolierten Lage dieser Dörfer in Deutschland wenig oder fast gar nicht bekannt. Hilfe wird seit Jahren benötigt, ist aber bisher wenig oder überhaupt nicht eingetroffen.
Die Bauernfamilien sind sehr kinderreich: in den meisten Familien leben 8 bis 10 Kinder. Dieser Kinderreichtum hat religiöse Ursachen, bedeutet aber für die Eltern mehr und mehr eine kaum noch zu bewältigende Last. In Rumänien sind Lebensmittel genauso kostspielig wie beispielsweise in der BRD, doch liegen die Einkommen, falls es überhaupt Arbeitsverhältnisse gibt, bei durchschnittlich 150 bis 250 Euro im Monat. Ein hin und wieder ausgezahltes Kindergeld bedeutet weniger als einen kalten Tropfen auf dem heißen Stein, so dass einer Familie mit 10 Kindern nur ca. 50 Euro zusätzlich im Monat zur Verfügung stehen.
Deshalb besteht das Ziel unserer Aktivitäten, einigen der Kinder und Jugendlichen in der Region Maramures den Zugang zu qualifizierter Ausbildung zu ermöglichen.
Wir wollen diese Kinder auf zwei Arten unterstützen:
Lokale Ansprechpartner sind Björn und Florentina Reinhardt, ein deutsch-rumänisches Ehepaar. Sie leben seit 10 Jahren in Maramures und haben sich das Vertrauen und das Herz der Kinder erarbeitet. Daher wissen sie, wie effektiv und zielgenau geholfen werden kann und sind wichtige Ansprechpartner für alle Kinderberg-Projekt-Interessenten.
Wenn Sie unsere Projekte in Rumänien mit einer Spende unterstützen möchten, finden Sie hier die notwendigen Informationen.
Auf Wikipedia finden Sie weitere Informationen über Maramures und das Bergdorf Obcina.
Björn Reinhardt hat eine Reihe von Filmen über die Menschen in dieser Region gedreht.
Projektverantwortliche
Eine Woche Rumänien, Maramures vom 09. 07. - 16. 07. 2011